Die fünf Prinzipien

Der Weg des Wohlbefindens

Swami Vishnudevananda lehrte fünf einfache Prinzipien, in denen er die komplexen Philosophien und Lehren der alten indischen Yogis zusammenfasste und in eine leicht verständliche Form brachte. Alle fünf Prinzipien werden hier erklärt. Die Übungspraxis lässt sich an jedem Ort der Welt problemlos in den Alltag integrieren.

Wenn Sie diesen fünf einfachen Prinzipien folgen, werden Sie laut Swami Vishnudevananda körperlich und geistig gesünder werden, und Ihre Verbindung mit den spirituellen Aspekten des Lebens werden sich vertiefen.

  1. Richtige Körperübungen
    Asanas sind ein Jungbrunnen für den gesamten Körper. Im Mittelpunkt steht die Gesundheit der Wirbelsäule und des zentralen Nervensystems. Der Rücken wird kräftiger und flexibler, und die Durchblutung wird gefördert, was den Nähr- und Sauerstofftransport zu den Körperzellen verbessert. Asanas steigern die Beweglichkeit von Gelenken und Muskeln, Sehnen und Bändern. Sie massieren die inneren Organe und optimieren ihre Funktion.

  2. Richtige Atmung
    Pranayama stimuliert die Energiereserven des Solarplexus und belebt so Körper und Geist. Durch Regulierung des Atems können Sie Prana speichern, also Kraft- und Vitalitätsreserven anlegen. Tiefes, bewusstes Atmen hilft gegen Depressionen und Stress. Atemkontrolle kann Krankheitssymptome ähnlich lindern wie Akupunktur.

  3. Richtige Entspannung
    Tiefe Entspannung geschieht auf drei Ebenen - Körper, Geist und Seele - und ist der natürlichste Weg, sich wieder mit Energie aufzuladen. Regelmäßige Entspannung hat einen ählichen Effekt wie das Kühlsystem eines Autos, das den Motor vor Überhitzung schützt. Während Tiefenentspannung zum Abschluss eines Yoga-Übungsprogramms braucht der Körper nur Energie zur Aufrechterhaltung vitaler Stoffwechselvorgänge. Das restliche Prana, das sich beim Üben aufgebaut hat, speichert er.

  4. Positives Denken und Meditation
    Positives Denken und Meditation sind die Schlüssel zu geistigem Frieden. Regelmäßige Meditation fördert das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden und verbessert die Konzentrationsfähigkeit. Yogis reinigen vor der Meditation den Geist von negativen Gedanken und Gefühlen, indem sie Konzentrationsübungen zum positivem Denken durchführen.

  5. Richtige Ernährung
    Yogis essen, um zu leben, sie leben nicht, um zu essen. Folglich wählen sie Nahrungsmittel, die einen positiven Effekt auf Körper und Geist haben und der Umwelt möglichst wenig Schaden zufügen. Das Yoga empfiehlt eine lakto-vegetarische Ernährungsweise mit viel Getreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Samen sowie Milchprodukten, die auf einfache, nährstoffschonende Weise zubereitet werden sollten.