Yin-Yoga

Yin-Yoga heißt: Loslassen lernen

Yin-Yoga ist als Gegensatz zu den Muskel beanspruchenden Yang-Yoga-Stilen zu verstehen und erfährt derzeit im Zusammenhang mit Faszientraining große Aufmerksamkeit.

Während also die meisten bewegten Yogastile auf die Bearbeitung der Muskulatur abzielen, wird in dieser Yoga-Richtung das Yin-Gewebe, also die Gelenke, das Bindegewebe, die Bänder und sogar die Knochen bearbeitet.

Wie meistens im Leben kommt es darauf an, wie wir das machen. Im Yin-Yoga gibt es sehr spezielle Asanas und durch das lange und statische Halten dieser, fällt es leichter, nach innen zu gehen und auf den eigenen Körper zu hören. Jeder Körper ist anders und es kann somit auch nicht die „perfekte“ Asana geben. Jeder hat beim Yin-Yoga die Ruhe und den Raum, die Position seinem Körper anzupassen.

Worum geht es beim Yin-Yoga?

Yin-Yoga steht nicht in Konkurrenz zu den dynamischen Yogastilen, die sehr yang-lastig sind. Im Gegenteil! Yin und Yang bilden eine Einheit. Yang ist die männliche Kraft, die unseren Muskeln zugeordnet ist, so wie unser Alltag mit viel Bewegung verbunden ist. Yin steht für die weibliche Energie, die uns zur Ruhe kommen lässt und mit Knochen und Gelenken in Beziehung steht. Das eine kann nicht ohne das andere existieren.

Während wir in dynamischeren Yoga-Stilen den Fokus mehr auf die Muskulatur setzen und eher aktiv sind, sind wir im Yin-Yoga passiv. Der Fokus liegt hierbei auf den tieferen Schichten des Körpers wie Bindegewebe und Faszien. Diese werden im dynamischen Yoga oft gar nicht erreicht. Ein Merkmal des Yin-Yoga ist, dass der Rücken immer rund ist. Im Gegensatz zum dynamischen Yoga, wo wir den Rücken bewusst gerade halten. Der runde Rücken trägt zur Dehnung bei. So können wir besser in den tiefen Schichten arbeiten. Übrigens eine wunderbare Vorsorge.

Was kann man von Yin-Yoga erwarten?

Im Yin-Yoga werden die Asanas zwischen drei und sieben Minuten gehalten. Dieses lange Halten bewirkt vor allem zwei Dinge: Zum einen wird dem Körper Zeit gegeben, sich langsam zu öffnen und zum anderen tritt die Beschäftigung mit der eigenen Gedankenwelt in den Vordergrund. Während der Körper langsam nachgibt und alle nicht benötigten Muskeln losgelassen werden können, hat man Zeit emotionale Themen (die zweifellos auftauchen werden) zu bearbeiten oder gar in einen ruhigen, meditationsähnlichen Zustand zu gleiten. Der langsame Übungsstil während den Stunden ermöglicht es, wachsam für den eigenen Zustand und die Signale des Körpers zu werden.

Wirkungen, Vorteile und Schwerpunkte

Yin-Yoga zielt auf unser tieferes Gewebe (Faszien, Bindegewebe, Gelenke,…) ab. Ist die Muskulatur nicht aufgewärmt, geben wir dem Körper die Chance, die Asanas tiefer wirken zu lassen. Die beste Zeit für Yin-Yoga ist demnach gleich nach dem Aufstehen oder vor dem zu Bett gehen. Am Morgen ist der physiologische Nutzen am größten, am Abend, wenn unsere Muskeln bereits gedehnt sind, wirken die Übungen psychisch ausgleichend. Der langsame Umgang mit dem Körper und die vielen Hilfsmittel machen eine Abgrenzung zu restorativem Yoga schwierig. Yin-Yoga zielt jedoch im Gegensatz zu restorativem Yoga nicht unbedingt auf Menschen mit Verletzungen ab, sondern versucht einen Ausgleich zum stressigen Alltag und zu anstrengenden Sportarten zu bieten. Psychischer Effekt!

Noch ein paar Worte zur Praxis

Yin-Yoga ist eine ruhige Praxis. Die Haltungen (Asanas) werden ohne Muskelanspannung und länger als in den dynamischen Yogastilen gehalten (ca. zweineinhalb bis fünf Minuten). Denn der Körper beginnt erst nach ein paar Minuten, loszulassen. Dadurch haben wir die Möglichkeit in tiefere Bindegewebsschichten (Faszien) vorzudringen, sogar bis hin zu unseren Knochen und Gelenken.

Durch das längere Verweilen in der Haltung beruhigen wir unser Nervensystem und üben uns im Loslassen und Annehmen – eine der schwierigsten Übungen überhaupt! Es ist eine perfekte Ergänzung zu unserem meist durch Hektik und Stress charakterisierten Alltag und zu dynamischen Yogastilen und Sportarten.

Auch hier gilt: Höre auf Deinen Körper und gehe nicht von Anfang an Deine Grenzen! Sinke viel mehr Stück für Stück in die Haltung. Dadurch erhöht sich in unserem Körper die Flexibilität.

Unsere Arbeitswelt hat sich verändert, durch überwiegend sitzende Tätigkeiten werden unsere Gelenke zunehmend unbeweglicher. Mit Yin-Yoga bleiben Gelenke beweglich, Verspannung und Rückenschmerzen können gelindert und sogar gelöst werden, Stress wird abgebaut. Der gesamte Chi-Fluss in unserem Körper wird harmonisiert. Wer einmal fünf Minuten in der Vorwärtsbeuge lag, weiß wovon ich spreche.

Aktuelle Termine und Orte findest Du in unserem Terminkalender. (Kurs-ID: E5)

Im Raum ist alles vorhanden, was zu Deiner Entspannung beiträgt: Yoga-Matten und -Tücher, Yoga-Sitz- und -Kopfkissen, Yoga-Blöcke und -Gurte, kuschelige Decke.
Bitte mitbringen: bequeme Kleidung anziehen und ggf. warme Socken mitbringen.

Unser Angebot: 90,00 € bei regelmäßiger Teilnahme an einem kompletten Quartals-Kurs (10 Einheiten à 60 Minuten).

Yin-Yoga ist ein fortlaufendes offenes Kurs-Angebot (pro Quartal) für Kleingruppen 6-10 Personen. Die Kurse sind schnell ausgebucht.
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Ein Übungs-Video findest Du hier!

Hier findest Du Übungen für Zuhause!

Literatur findest Du hier!


Hinweis: Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der Progressiven Muskelentspannung um eine Entspannungsmethode handelt. Sie ist keine therapeutische Behandlung und ersetzt keinen Arzt, Heilpraktiker oder Psychologen.